Kaum ein Kosmetiktrend wird aktuell so gehypted wie das Microneedling. Micro was? Ja genau – needling. Einfach erklärt – ihr rollt euch mit Nadeln durchs Gesicht. Aber wie sagt meine Mum immer: „Wer schön sein will muss leiden!“.

Vorab nur kurz: Ich bin keine Hautärztin, dieser Post basiert rein auf meinen Erfahrungen!!

Aber nun von Anfang an. Als ich das erste Mal auf das Verfahren mit dem Dermaroller aufmerksam geworden bin, war klar dass ich das ausprobieren muss. Es gibt eigentlich keine wirklichen Nachteile bis auf die Tatsache, dass es für euch okay sein sollte, wenn ihr euch 540 Nadeln mit einer jeweiligen Stärke von 0,5mm durchs Gesicht rollt. Schmerztechnisch finde ich es absolut erträglich, aber ich finde auch Tattoos nicht schmerzhaft. Klar, es gibt Partien die deutlich unangenehmer (Stirn…) sind als andere (Wangen). Aber das muss jeder für sich selbst herausfinden. Und vor allem, lasst euch bitte nicht von den Instagramposts abschrecken…

Was benötigt ihr also?

  1. Dermaroller (ich verwende diesen hier)
  2. Isopropylalkohol 70% (gibts in der Apotheke)
  3. Wattepads
  4. ein gutes Serum und ggf. eine Creme
  5. ein bisschen Mut

IMG_9339IMG_9334finalMit dem Alkohol desinfiziert ihr eure Hände und den Roller. Wichtig ist auch, dass ihr das Gerät mit niemandem teilt. Ihr fügt euch damit feine Verletzungen im Gesicht zu und ich glaube nicht dass ich euch an dieser Stelle bzgl. Krankeiten und Infektionen aufklären muss. Dann rollt ihr euch mehrfach in alle Richtungen durch das vorher gereinigte Gesicht. Partie für Partie. Euer Gesicht wird danach sehr rot sein, sich erhitzt anfühlen und ggf. auch ein wenig pochen. Wenn ihr unsicher seid, wie ihr die Prozedur vertragt, dann testet bitte erst an einer unempfindlichen Stelle und wartet wie eure Haut reagiert. Lest euch zur Sicherheit auch noch einmal die Anleitung durch, die dem Roller beiliegt.IMG_9336Danach gebt ihr euer Serum auf die desinfiziert Hände und arbeitet dieses sanft in die „offene“ Haut ein. Neben der Tatsache, dass das Serum oder eure Creme viel tiefer eindringen kann, sorgen die kleinen Wunden auch für eine Zellerneuerung und eine vermehrte Kollagenbildung. Ausserdem sollen so feine Narben weniger sichtbar werden. Hier wird alles noch einmal sehr schön beschrieben: Klick, klick. Ich mache das ganze ca. alle 3 Wochen und tausche den Dermaroller nach ca. 5 Anwendungen aus, da die Nadeln stumpf werden.

Et voila – nix mit Blut oder sonstigem. Die Haut ist lediglich stark gerötet. Wie ihr sehen könnt, habe ich eigentlich eine recht ordentliche Haut, lediglich im Sommer habe ich verstärkt Sommersprossen im Wangen- und Nasenbereich. Ich verwende den Roller immer Abends – da man am nächsten Morgen nichts mehr sieht weil sich die Haut über Nacht beruhigen kann. Wichtig ist auch, dass ihr euch ca. eine Stunde lang nach dem „needling“ nicht mit den Händen ins Gesicht fasst. Alles eigentlich halb so schlimm und ich muss sagen, ich bin wirklich zufrieden mit der Entwicklung meiner Haut bisher. Aber ich kann euch gerne in ein paar Wochen noch einmal ein Feedback geben.